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Sound in the City: Musik in mitteleuropäischen Städten
 
 
Im Mittelpunkt dieser internationalen wissenschaftlichen Tagung steht die urbane musikalische (Volks)Kultur: Der Zusatz „Volk“ wird häufig verwendet, um die traditionelle Kunst oder Kultur einer Gemeinschaft oder – in jüngerer Zeit – einer Nation zu beschreiben. 

Eine „Volkskultur“ ist mit einem bestimmten „Grund“ verbunden, der Kultur einer Gemeinschaft von Menschen an einem bestimmten Ort, deren Anfänge über die lebendige Erinnerung hinausreichen. Städte sind jedoch in erster Linie von Menschen bewohnt, die aus verschiedenen Orte stammen, auch wenn sie keine Landesgrenzen überschritten haben, um dorthin zu gelangen. Dies bedeutet, dass die Musik, die mit dem „Grund“ einer Stadt verbunden ist, zwangsläufig die Volkskulturen vieler verschiedener Orte bzw. Regionen umfasst. Gleichzeitig wird die urbane Volksmusik, die in der Stadt zu hören ist, allmählich Teil der Stadt – ein wesentlicher Bestandteil der Kultur und des Stadtlebens.

Das gegenständliche Symposium geht von der Idee aus, dass jede Musik, die in einer Stadt entsteht, urbane Musik ist. Behandelt werden Fragen wie:

(Wie) Verändern sich Musikkulturen, wenn sie in städtische Gebiete ziehen?
Öffnen sich Musikgemeinschaften im urbanen Kontext, oder schotten sie sich eher ab?
Ist die Interaktion mit anderen Musikgemeinschaften in städtischen Gebieten wichtig für das Bestehenbleiben und die Weiterentwicklung der Musik?
Bleiben urbane Musikgemeinschaften in Kontakt mit „zu Hause“?
Tragen städtische Musikgemeinschaften dazu bei, das Gefühl zu entwickeln, zu Hause zu sein bzw. sind sie für die jeweiligen Gruppen identitätsstiftend?
Erzeugt der städtische Kontext Möglichkeiten für interkulturelles Engagement?

Eine Reihe von Aufführungen mit in Graz beheimateten Musiker*innen unter dem Titel „Volksmusik in der Stadt“ soll die „urbane“ Musik einiger der vielen verschiedenen in Graz lebenden Gemeinden zum Thema haben. 
Vorbereitend werden interdisziplinäre Feldforschungen zum Symposiumsthema in Graz durchgeführt. Ergebnisse daraus sollen in eine „Musical map“ von Graz einfließen.

Interessierte finden HIER den Call for Proposals für das Symposium.

Im Rahmen des Symposiums werden auch die CANORUM STYRIAE PREISE des Steirischen Volksliedwerks verliehen, welche in zweijährigem Abstand ausgelobt werden. Das Ziel ist die forcierte wissenschaftliche Aufarbeitung der musikalischen Volkskultur der Steiermark. Ausgezeichnet werden jene Arbeiten, die dem Verständnis musikalischer Volkskultur im alpinen Raum durch aktuelle Fragestellungen, innovative Methoden oder die Erschließung bislang nicht zugänglicher Quellen den größten wissenschaftlichen Nutzen erbracht haben. Die Ausschreibung richtet sich an VerfasserInnen von Bachelor- und Master-(bzw. Magister-)Arbeiten, Dissertationen und Habilitationsschriften. 
Sie werden im Herbst 2022 für Arbeiten verliehen, die in den Studienjahren 2019/20 bis 2021/22 an einer Universität, Fachhochschule, Pädagogischen Hochschule oder einer mit einer solchen durch Kooperation verbundenen Institution angenommen wurden. (Die Frist wurde aufgrund der pandemiebedingten Verschiebung um ein Jahr ausgeweitet.) 
Die Auswahl der Preisträger*innen aus den Einreichungen erfolgt durch eine Kommission, bestehend aus den wissenschaftlichen Mitarbeiter*innen sowie Beiräten des Steirischen Volksliedwerks. 

Foto(c)Sascha Pseiner

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