Steirisches Volksliedwerk gewinnt Ă–sterreichischen Zeitschriftenpreis


Im Ringturm der Vienna Insurance Group wurden bei der diesjährigen Zeitschriften-Gala des Ă–sterreichischen Zeitschriften- und Fachmedienverbands (Ă–ZV) am 15. November 2019 die sechs Sieger des Ă–sterreichischen Zeitschriftenpreises ausgezeichnet. 

Das Steirisches Volksliedwerk durfte sich in der Kategorie als beste Unternehmenspublikation (Corporate Publishing, Mitglieder- und Mitarbeiter-Zeitschriften) mit seiner Vereinszeitschrift Der Vierzeiler freuen.

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40. Jahrgang - Vierzeiler 03/2020


» Wild, Wald & Jägerei « 
Unser dritter (Herbst-) Vierzeiler des Jahres 2020 ist soeben erschienen und widmet sich dem Themenschwerpunkt Natur und Jagd. 



Foto(c) Helmut Fladenhofer

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Aus dem Inhalt








- Mag. Karlheinz Wirnsberger (Jagd- & Landwirtschaftsmuseum Schloss Stainz): Jagd in der Steiermark: Eine Kulturgeschichte.

- Helmut Fladenhofer (Oberförster und Waldpädagoge, Stainz): Abenteuer Wald: Mit dem Förster in der Natur.

- Interview mit Dr. Barbara Fiala-Köck (Tierärztin, Tierschutzombudsfrau Stmk.): Sind Tierschutz und Jagd vereinbar?

 - DI Paul Loibner und DI Michael Weissensteiner (Musiker und Jäger): Du bist Musikant und Jaga? – Oh Maria!

- Markus Bachmann (Dozent, Verleger und Musiker, Wien): Das Jagdhorn und seine Entstehung.

- Interview mit dem steirischen Landesjägermeister Franz Mayr-Melnhof-Saurau: Vom richtigen „Gspür“ für den Umgang mit der Natur.

- Dr. Eva Maria Hois (Steirisches Volksliedwerk): „… nimmt der Wildschütz sei Stutzerl“ (Liedergeschichte).

- Lebensbild: Holzfällerin Sieglinde „Sigi“ Pölz.

Leitartikel | Christian Hartl






An Auerhåhn ’s net intressiert
wem sei Stubn posthum er ziert,
weil: Ausgstopft is des Frohsein schwa
– beim Jaga UND beim Wüdara!


Liebe Mitglieder des Steirischen Volksliedwerks, liebe Leserinnen und Leser!

Die ersten Zeilen eines Leitartikels sind mir noch nie so schwergefallen wie dieses Mal. Denn die Tatsache, dass Herbert Krienzer am 4. Juli 2020 von uns allen für immer Abschied genommen hat, lähmt nach wie vor meine Gedanken. Herbert war, wenn man das so sagen darf, der „beste“ Freund des Hauses und ich kenne kaum jemanden, der sich mit Volkskultur bzw. musikalischer Volkskultur derart identifizierte wie er. Herbert Krienzer wird im Steirischen Volksliedwerk eine große Lücke hinterlassen, denn er war die letzten fast 25 Jahre ein verlässlicher, kreativer Partner und Multiplikator, dem es eine Herzensangelegenheit war, so viele Interessierte wie möglich von der Schönheit und Kraft der Volksmusik bzw. des Singens und Jodelns zu überzeugen und zu begeistern – mit viel Erfolg.

Lieber Herbert, mir bleibt leider nur noch die Gelegenheit, Dir in diesen Zeilen für alles was Du für das Steirische Volksliedwerk, aber vor allem für alles, was Du für uns als Mensch und guter Freund geleistet hast, zu danken. Wir, die MitarbeiterInnen und der Vorstand, wünschen Dir, dass Du an Deinem jetzigen Ort Ruhe und Zufriedenheit gefunden hast – Du wirst uns fehlen!

Eine kleine Reise in die Geschichte der Jagd

Möchte man der Geschichte der Jagd, einer der ältesten und ursprĂĽnglichsten Tätigkeiten der Menschheitsgeschichte, auf die Spur gehen, muss man in der Zeit weit zurĂĽckreisen – und zwar in die frĂĽhen Tage des Homo sapiens. Damals war die Jagd eine Notwendigkeit, um einen wesentlichen Teil des Nahrungsbedarfs zu decken, um aus Häuten und Fellen wärmende Kleidung herzustellen bzw. um aus Hörnern, Geweihen und Sehnen Werkzeuge und Waffen zu fertigen. Bis ca. 10.000 v. Chr. lebte nahezu die gesamte Menschheit als Jäger und Sammler. Mit der Sesshaftwerdung trat die Jagd als Ernährungsquelle nach und nach in den Hintergrund. Was folgte, war ein neuer, zusätzlicher Zweck der Jagd: Schutz der Viehherden vor Raubtieren und Eindämmung der landwirtschaftlichen Schäden durch wilde Pflanzenfresser.  Die heutige Notwendigkeit der Jagd ist Jahrtausende später natĂĽrlich eine andere: Die rund 24.000 Jägerinnen und Jäger in der Steiermark sehen ihre Hauptaufgabe in der Regulation der Wildtierbestände.  

Dås Gamserl schiassn is mei Freid …

Die jagdliche Kultur ist eng mit der musikalischen bzw. volksmusikalischen Kultur verbunden. Man denke an die zahlreichen Signale, die bei nahezu allen jagdlichen Anlässen dargebracht werden – „Halali“ oder „Sammeln der Jäger“, um nur zwei Beispiele zu nennen. 
Stöbert man ein bisschen im Steirischen Volksliedarchiv, bemerkt man, dass es eine große Anzahl an überlieferten Jäger- und Almliedern aus vielen Regionen der Steiermark gibt, die aus der gegenwärtigen Sing- und Musizierpraxis nicht wegzudenken sind. Vermutlich noch größerer Beliebtheit erfreuen sich allerdings Lieder, die sich mit dem verbotenen Stand des Wildschützen beschäftigen. Die oft balladenhaften Erzählungen beschreiben ihn häufig als legendenhafte Gestalt – die Grenzen von Recht und Unrecht verschwimmen meist zu seinen Gunsten. In meinem Heimatort Eisenerz wird von den einheimischen MusikantInnen gerne der „Wildschützenmarsch“ zum Besten gegeben, bei dem das Trio mittlerweile einer lokalen Hymne gleicht:
„Wohl ihm gehört ´s Gebirg, der Wåld hul-jo, dås Dirndl dås ihm gfållt hul-jo, a Wüdschütz möcht i sei.“
Diese Textzeile wird, meist zu fortgeschrittener Stunde, mit so viel Emotion und Energie gesungen, dass sich selbst erfahrene MusikantInnen aus meinem Bekanntenkreis beeindruckt zeigten. 

Jagd, Wild und Wald

Das Thema Jagd steht aber nicht allein im Mittelpunkt unseres Vierzeilers: Vielmehr geht es uns um die Verbindung Jagd, Wild und Wald. Den Anfang macht Museumsleiter Karlheinz Wirnsberger, der einen interessanten Überblick über die Kulturgeschichte der Jagd gibt. Die Vermittlung von Wild-, Wald-, Natur- und Jagdwissen ist ein Herzensanliegen von Helmut Fladenhofer, der als Förster, Jäger und Waldpädagoge aus erster Hand spricht. Eine differenzierte Auseinandersetzung mit der Frage, ob bzw. inwiefern Jagd und Tierschutz vereinbar sind, ergibt sich im Interview mit Tierschutz-Ombudsfrau Barbara Fiala-Köck. Einen lebensnahen Einblick in die Verbindung Jagd–Volksmusik geben die beiden Musikanten und Jäger Michael Weissensteiner und Paul Loibner. Der starken Verbindung von Jagd und Musik trägt abschließend der Hornist und Verleger Markus Bachmann noch einmal Rechnung, der sich mit der Geschichte des Jagdhorns beschäftigt.

Der seit Menschengedenken hohe Stellenwert der Jagd sowie die von ihr ausgehende Faszination und Brisanz werden wohl weiterhin genĂĽgend Stoff fĂĽr volkskulturelle Verarbeitungen liefern: Sei es in lustigen, emotionsgeladenen oder romantisierenden Geschichten und Anekdoten oder in MusikstĂĽcken und Liedern. 

Mag. Christian Hartl, MA
Geschäftsführer des Steirischen Volksliedwerks

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Im „Vierzeiler“ ein Inserat, wirkt Wunder – in der Tat!


Die Zeitschrift „Der Vierzeiler“ gilt ĂĽber steirische Grenzen hinaus als jenes Medium, dem es gelungen ist, sich mit Themen rund um unsere 
Traditionen in Ausgewogenheit zwischen ernsthafter Zuneigung und spielerischem Umgang auseinanderzusetzen. 

Viermal jährlich erscheint die Zeitschrift in einer Auflage von 4500 StĂĽck, wobei sich jede Nummer einem bestimmten Schwerpunktthema widmet, denn schier unerschöpflich sind die Themen, die sich immer um die musikalische und kulturelle Tradition unseres Landes ranken, aber alle Lebensbereiche erfassen. 
„Der Vierzeiler“ ergeht per Postversand an rund 3000 Mitglieder des Steirischen Volksliedwerks im In- und Ausland und wird weiter 
in öffentlichen Institutionen, Musikhäusern, Schulen, Gaststätten, Tourismus-Informationen etc. aufgelegt. Unsere Ausgaben erscheinen
jeweils im März, Juni, September und Dezember.

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