Steirisches Volksliedwerk gewinnt Ă–sterreichischen Zeitschriftenpreis 2019


Im Ringturm der Vienna Insurance Group wurden bei der diesjährigen Zeitschriften-Gala des Ă–sterreichischen Zeitschriften- und Fachmedienverbands (Ă–ZV) am 15. November die sechs Sieger des Ă–sterreichischen Zeitschriftenpreises ausgezeichnet. 

Das Steirisches Volksliedwerk durfte sich in der Kategorie als beste Unternehmenspublikation (Corporate Publishing, Mitglieder- und Mitarbeiter-Zeitschriften) mit seiner Vereinszeitschrift Der Vierzeiler freuen.

Vierzeiler VIDEO 


39. Jahrgang - Vierzeiler 04/2019

» DĂĄs GlĂĽck is a Vogerl « 
Kurz nach dem Gewinn des Ă–sterreichischen Zeitschriftenpreises als beste Unternehmenspublikation erscheint bereits unser nächster, vierter und letzter (Winter-)Vierzeiler im Jahr 2019. Thematisch dreht sich die gesamte Ausgabe um das GlĂĽck. 
Diese Ausgabe inkl. unserem Jahresprogrammheft fĂĽr 2020 ergeht diese Tage an all unsere Mitglieder.
 
Veranstaltungskalender: Sänger- & Musikantenstammtische HIER zum Download.

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Aus dem Inhalt





Mag. Christian Hartl, MA (Eisenerz): „Dås Glück is a Vogerl …”

Mag. Dr. Eva-Maria Chibici-Revneanu (Graz): GlĂĽck kann man lernen! 

Interview mit Dr. Franz Schuh (Wien): Vom GlĂĽck und GegenglĂĽck

Dr. Eva Maria Hois (Graz): GlĂĽck auf! (Liedergeschichte)



Leitartikel | Christian Hartl





„Dås Glück is a Vogerl, …

… går liab, åba scheu,
es lĂĄsst si schwer faungan,
aber fortg’flogn is glei.
Des Herz is der Käfig,
und schaust net dazua,
so hĂĄst du auf oamĂĄl
dann ka Glück und ka Ruah.“

Das sehr oft verwendete Wort „Glück“ wird nicht nur im Refrain des Wienerliedes „Dås Glück is a Vogerl“ (Text: Alexander von Biczo, Musik: Karl Kratzl) sehr romantisch besungen, sondern ist schon seit Jahrhunderten ein Begriff, mit dem sich die Menschheit auseinandergesetzt hat. Aber woher kommt das „Glück“, wohin geht es, wer hat es sich verdient bzw. wer nicht?

DIE ETYMOLOGIE VON „GLĂśCK“ … 
Das Wort „Glück“ ist ab dem 12. Jahrhundert n. Chr. auf das mittelniederdeutsche „gelucke/lucke“ bzw. das mittelhochdeutsche „gelücke/lücke“ zurückzuführen und bedeutet den günstigen Ausgang eines Ereignisses. Hat jemand Glück, so ist die- oder derjenige schicksalhaft oder durch ein unvorhersehbares Ereignis begünstigt – unabhängig von Talent oder eigenem Zutun. Der Volksmund dagegen behauptet mit dem Ausspruch „Jeder ist seines eigenen Glückes Schmied“, dass in gewisser Weise bzw. bis zu einem bestimmten Teil, sich jeder für das Erreichen seines Lebensglücks verantwortlich zeigt. Demnach hängt der Zustand des „Glücklichseins“ nicht nur von äußeren, unvorhersehbaren Umständen, sondern auch von eigenen Bemühungen und einer persönlich-positiven Lebenseinstellung ab.
GLÜCK UND ABERGLAUBE …
Für mich ist das Schöne an der Verbindung von Glück und Aberglaube das Wechselbad der Gefühle, in dem ich mich befinde, wenn ich beispielsweise in einen schönen, frischen Hundehaufen trete und sich das Hundstrümmerl in jeder auch noch so kleinen Windung meines Schuhprofils festsetzt, ich es vorerst natürlich nicht merke und mich dann noch wundere, warum es im Auto und weiterer Folge auch in meinen eigenen vier Wänden so komisch riecht bzw. bestialisch stinkt. Aber stehe ich dann bewaffnet mit einer Bürste und einem spitzen Gegenstand im Badezimmer vor dem Waschbecken, um den übelriechenden Hundekot aus allen Poren meines Schuhes zu entfernen, denke ich mir: Gott sei Dank ist mir das passiert, denn es bringt Glück! Es gibt zahlreiche Rituale bzw. Ereignisse, die seit Jahrhunderten in Zusammenhang mit Glück gebracht werden – hier sind ein paar in Österreich weit verbreitete:
Dreimal auf Holz klopfen: Als Eisenerzer weiß ich, dass der Ursprung dieses Aberglaubens im Bergbau und in der Seefahrt liegt. „Klopf, klopf, klopf schwört Glück herbei“, bzw. bewahrt es und wendet Unheil ab. Der Bergmann klopfte auf das Holz der Stollen, mit dem derselbe abgestützt war – ein heller Klang bedeutete, dass das Holz trocken und gut tragfähig war, wogegen ein dumpfer Klang bedeutete, dass das Holz nass, faul und morsch ist. Bei den Seefahrern verhielt es sich so, dass ein Matrose vor dem Anheuern den Mast des Schiffes abklopfte, um dessen Zustand einschätzen zu können.
Scherben bringen Glück: Laute Geräusche, wie beispielsweise beim Zerbrechen von Glas oder Porzellan, sollen böse Geister vertreiben und Glück bringen. Bei uns in Österreich gehört das Scherbenglück zum Ritual bei Polterabenden, bei denen Porzellan und Keramik vor den Augen der Brautleute zerschmettert wird, um diesen eine glückliche Zukunft zu sichern. Aber bitte nicht alles zerbrechen und schon gar keine Spiegel, denn wer das macht, den erwarten sieben Jahre Unglück!
Daumen drĂĽcken: WĂĽnscht man jemand gutes Gelingen, Erfolg oder viel GlĂĽck in einer schwierigen Situation, so drĂĽckt man ihm/ihr die Daumen. Der Daumen gilt laut germanischem Volksglauben als GlĂĽcksfinger, der ĂĽbernatĂĽrliche Kraft hat und somit auch vor bösen EinflĂĽssen schĂĽtzen kann. Eine andere, wie ich finde, spannende Interpretation ist, dass der Daumen als Symbol fĂĽr einen Kobold gilt, der von den ĂĽbrigen Fingern eingeschlossen und festgehalten wird, damit er demjenigen, dem die Daumen gedrĂĽckt werden, nichts mehr anhaben kann. 
Eine besondere Form von Glück – Elternglück
Aus gegebenem Anlass möchte ich über eine ganz besondere Form von Glück – dem Glück, Mutter oder Vater eines Kindes zu werden – ein paar Gedanken notieren. Über das Steirische Volksliedwerk ist Ende September bzw. Anfang Oktober gleich zwei Mal der Storch geflogen. Da es mich bei einem dieser zwei freudigen Ereignisse selbst betrifft, kann ich nun mit Überzeugung sagen, dass es ein unvergleichliches und auch unbeschreibliches Gefühl ist, nach der Schwangerschaft und dem wirklich – zumindest für mich – sehr aufregenden Geburtsvorgang, sein eigen Fleisch und Blut erstmals in Händen zu halten.
Und dann passiert tatsächlich das, was Freunde und Bekannte immer erzählt haben – das eigene Leben und viele dazugehörigen Sicht- und Denkweisen ändern sich rapide. Seit ich mich erinnern kann, haben bei mir gute Leistungen – sei es in meiner aktiven Zeit als Fußballer, bei Prüfungen im Studium oder bei Vorbereitungen auf größere musikalische Auftritte – bzw. privater und beruflicher Erfolg, mein Leben bestimmt und mich zufrieden und glücklich gemacht. Jetzt hat sich der Fokus ziemlich verändert, denn ab sofort steht das Wohlbefinden unseres Sohnes mit im Mittelpunkt des eigenen Lebens und ist ausschlaggebend dafür, ob wir uns glücklich fühlen oder eben nicht. Beispielsweise ist die Freude bzw. das Glücksempfinden – wenn in den ersten Lebenstagen die Windel drei Tage lang nicht voll war und man sich schon ein bisschen Sorgen gemacht, ob mit der Verdauung des Kleinen alles in Ordnung ist – bei erfolgreicher Befüllung derselben, durchaus mit einem Olympiasieg gleichzusetzen!
Als kleine Unterstützung bei Ihrer persönlichen Glücks-Suche seien Ihnen auch die beiden folgenden Beiträge dieses Vierzeilers ans Herz gelegt: Eva-Maria Chibici-Revneanu stellt das von ihr mitentwickelte und lange betreute Projekt „Glück macht Schule“ vor, das uns zeigt, dass Glücklichsein eben doch – zumindest ein bisschen – erlernbar ist. Und der Schriftsteller Franz Schuh erläutert im Interview mit Florian Wimmer seine ganz persönliche Sichtweise auf das Glück, die möglicherweise auch Ihren Glückshorizont erweitern könnte.

In diesem Sinne wünsche ich allen ein schönes, besinnliches Weihnachtsfest und ein glückliches, zufriedenes, erfolgreiches und vor allem gesundes Jahr 2020!

Mag. Christian Hartl, MA
Geschäftsführer des Steirischen Volksliedwerks


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Die Zeitschrift „Der Vierzeiler“ gilt ĂĽber steirische Grenzen hinaus als jenes Medium, dem es gelungen ist, sich mit Themen rund um unsere 
Traditionen in Ausgewogenheit zwischen ernsthafter Zuneigung und spielerischem Umgang auseinanderzusetzen. 

Viermal jährlich erscheint die Zeitschrift in einer Auflage von 4500 StĂĽck, wobei sich jede Nummer einem bestimmten Schwerpunktthema widmet, denn schier unerschöpflich sind die Themen, die sich immer um die musikalische und kulturelle Tradition unseres Landes ranken, aber alle Lebensbereiche erfassen. 
„Der Vierzeiler“ ergeht per Postversand an rund 3000 Mitglieder des Steirischen Volksliedwerks im In- und Ausland und wird weiter 
in öffentlichen Institutionen, Musikhäusern, Schulen, Gaststätten, Tourismus-Informationen etc. aufgelegt. Unsere Ausgaben erscheinen
jeweils im März, Juni, September und Dezember.

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