38. Jahr­gang - Nr. 2/2018

Der Vierzeiler - Die Vereinszeitschrift des Steirischen Volksliedwerks für Musik, Kultur und Volksleben. (Erscheint viermal jährlich).

Titelthema der 2. Ausgabe 2018:
¡sing! Vom ungezwungenen, spontanen, gemeinsamen Singen

Diese Ausgabe wird ab 30. Mai 2018 an alle unsere Mitglieder verschickt. Viel Freude beim Lesen und besuchen Sie uns beim Singtag in Eisenerz!



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Aus dem Inhalt





Justin Stagl: Wer singt?

Zuzana Ronck: Singen mit Kindern

Monika Glawischnig-Goschnik: "Schläft ein Lied in allen Dingen ..."

Norbert Hauer: "Ich sing´ein Lied für dich ..."

Interview mit Dietmar Bresing: (Volks-)Musik als BrĂĽckenbauerin

Aus der Werkstatt geplaudert: mit Helmut Zaiser

Befreundete Institutionen: Chorverband Steiermark

Lebensbilder: Franz Nono Schreiner


Foto (c) Ulrike Rauch

Leitartikel | Christian Hartl

» Vom Singen «
Hässliche Menschen – schöner Gesang …
Der schottische Gelehrte David Hume reiste im Jahr 1748 durch die Steiermark und notierte: „Unzivilisiert, deformiert und grässlich in ihrer Erscheinung“ seien die Steirer, viele von ihnen hätten „hässlich geschwollene Kehlen“ und generell sei das Aussehen der Menschen „das schockierendste, das ich je gesehen habe“. Im Gegensatz zu den groĂźen Kröpfen und dem aus seiner Sicht erschreckenden Erscheinungsbild der Steirerinnen und Steirer war er vom Gesang der Landbevölkerung sehr angetan und fand Worte höchster Anerkennung: „Glaube mir“, schrieb er an seinen Bruder, „nichts kann harmonischer, besser aufeinander abgestimmt und angenehmer als die Stimmen dieser Wilden sein, und der Chor einer französischen Oper singt nicht besser“! 
Diese aus heutiger Sicht amüsanten Ausführungen von David Hume sind ein Indiz dafür, dass in der Steiermark nicht nur schon seit langem viel, sondern auch schön gesungen wurde. Bis heute werden zahllose Melodien und Liedtexte von Generation zu Generation – meist schriftlos – weitergegeben, gesungen und so vor dem Verschwinden bewahrt.

i sing! …
Doch manchmal scheint es, dass das Singen im Alltag der Menschen keinen rechten Platz mehr findet. Arbeitsstress, dicht gedrängte Terminkalender, ein Überangebot an Freizeitangeboten sowie eine gewisse Reizüberflutung durch eine nahezu immer präsente Medienwelt sind Gründe dafür, warum viele den Mut zum selber Singen verlieren.
Wir im Steirischen Volksliedwerk wollen dem entgegensteuern und mit unserem ersten Singtag – unter dem Motto „i sing!“ – am 16. Juni 2018 in Eisenerz das spontane, einfache und ungezwungene gemeinsame Singen wieder verstärkt ins Zentrum der musikalischen Aufmerksamkeit rĂĽcken. Mit zahlreichen Programmpunkten und Workshops – natĂĽrlich kostenlos – sieht das Konzept des Singtages eine Kombination aus Liedvermittlung, -präsentation und viel Raum fĂĽr individuelle musikalische Begegnungen vor. Programmpunkte sind u.a.: gemeinsames Singen, Mit-Singkurse mit Referentinnen und Referenten des Steirischen Volksliedwerks zu verschiedenen Schwerpunkten (Jodeln, Jäger- und Almlieder, Liebes- und Heimatlieder, Gstanzlsingen, Schlager etc.) sowie Gesangs- und MusikauffĂĽhrungen verschiedener Gruppen, Sängerinnen und Sänger aus der Region. Am Abend wird in den verschiedenen Gaststätten der Umgebung weitergesungen und weitermusiziert! 

Aus verschiedenen Blickwinkeln betrachtet
Passend zum Singtag beschäftigt sich unser aktueller Vierzeiler ebenfalls mit dem Thema Singen und versucht dieses – wie gewohnt – aus verschiedenen Blickwinkeln zu betrachten. Die Fragen, wer singt und was die Motivationen dafür sind, warum ich, wir, sie oder man singt, werden von Justin Stagl, Kultursoziologe aus Salzburg erläutert. Wann die musikalische Bildung von Kindern beginnt, warum Singen in der Familie so wichtig ist und was man in der Stimmbildung mit Kindern beachten sollte verrät uns Zuzana Ronck, Dozentin am Johann-Joseph-Fux Konservatorium Graz, Leiterin des Vokalensembles Musica con GRAZia, Vorstandsmitglied des Steirischen Volksliedwerks, des Steirischen Chorverbandes und Obfrau der Chorregion Graz. Monika Glawischnig-Goschnik, Ärztin, Musiktherapeutin und Psychotherapeutin aus Graz erklärt uns, warum auch in der Musiktherapie dem Singen, Tönen und Atmen seit jeher größte Aufmerksamkeit entgegengebracht wird. Norbert Hauer, Singvermittler, Pädagoge und Waldviertler Volksmusik-Urgestein – der bei unserem Singtag auch als Singvermittler mitwirken wird – gibt in seinem Artikel Einblicke in seine persönlichen Erfahrungen zum Thema, bei denen der Humor, wie von ihm gewohnt, nicht zu kurz kommt.

In diesem Sinne wünsche ich viel Vergnügen mit der vorliegenden Ausgabe des Vierzeilers und hoffe, dass der Singtag in Eisenerz wieder viele Menschen zum Singen und das Leben zum Klingen zu bringen möge!

Mag. Christian Hartl, MA
Geschäftsführer des Steirischen Volksliedwerks

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