Symposium zu Volksmusikforschung und -praxis "Volksmusik und (Neo)Nationalismus"
 
 
Nationale und internationale ExpertInnen aus Wissenschaft und Praxis diskutieren diesbezĂĽgliche Fragen im Rahmen eines zweitägigen Symposiums. 

Programm zum Symposium HIER

"Volksmusik und (Neo)Nationalismus"

Nach dem Symposium „Positionen zur Rolle alpiner Musiktraditionen in einer globalisierten Welt“ im Jahre 2015 widmet sich das heurige Symposium, das vom Steirischen Volksliedwerk in Kooperation mit der Kunstuniversität Graz, dem Johann-Joseph-Fux-Konservatorium Graz und der Volkskultur Steiermark GmbH veranstaltet wird, dem Thema „Volksmusik und (Neo)Nationalismus“.
In jĂĽngerer Zeit sind in Europa zunehmend Phänomene erkennbar, die man als Neo-Nationalismus interpretieren könnte: Grenzen werden wieder errichtet und sogar durch längst ĂĽberwunden geglaubte Grenzzäune verstärkt, der politische Umgangston zwischen einzelnen Nationen verschärft sich, die FlĂĽchtlings- und Islamismus-Debatte befeuert Argumentationen verschiedener (neuer und alter) nationalistischer Gruppierungen ĂĽber den drohenden Verlust nationaler Werte, die „verteidigt“ werden mĂĽssen. Und die verstärkte Suche nach der eigenen (nationalen?) Identität im Zeitalter der zunehmenden Globalisierung ist ohnehin längst im Gange. Mitten im Geschehen steht die Volksmusik, deren Geschichte eng mit nationalen und nationalistischen Ideen verbunden ist: Kann (Volks-)Musik ĂĽberhaupt national sein bzw. mit nationalen Werten befrachtet werden? Wird sie in nationalen bzw. nationalistischen Diskursen verwendet bzw. wie? Welche Rolle spielt Volksmusik in der Abgrenzung zu nationalen, religiösen und ethnischen Gruppen aber auch in der Aufhebung solcher Grenzen? Welche Rolle spielt das nationale bzw. nationalistische (und auch nationalsozialistische) Erbe der Volksmusik fĂĽr die heutige Volksmusik? 

Michael Fischer (Albert-Ludwigs-Universität, Freiburg/D)
Bernard Garaj (Philosoph-Konstantin-Universität Nitra, Nitra/SK)
Eva Maria Hois (Steirisches Volksliedwerk, Graz)
Tatjana Markovic (Universität für Musik und darstellende Kunst Wien, Wien)
Thomas Nußbaumer (Universität Mozarteum Salzburg, Innsbruck)
Andreas Peham (Dokumentationsarchiv des Ă–sterreichischen Widerstandes, Wien)
Rudolf Pietsch (Universität für Musik und darstellende Kunst Wien, Wien)
Markus Prieth („Opas Diandl“, Lana/IT)
Dieter Ringli (Hochschule Luzern/CH)
Hande Saglam (Universität für Musik und darstellende Kunst Wien, Wien)
Urša Ĺ ivic (Slowenische Akademie der Wissenschaften, Laibach/SLO)  
Lubomir Tyllner (Tschechische Akademie der Wissenschaften, Prag/CZ)
Florian Wimmer (Steirisches Volksliedwerk, Graz)

Im Vorfeld des Symposiums findet mit zwei Vortragenden ein Workshop im Johann-Josef-Fux Konservatorium statt:
Mittwoch, 8.11.: Volksmusikworkshop mit Dr. Rudolf Pietsch und Dr. Bernard Garaj
am JJF Konservatorium Graz, Entenplatz 1b, 8020 Graz; Information und Anmeldung: hugo.mali@stmk.gv.at, +43 (0)316 / 711250-6175

Mittwoch, 8.11., 19:30 Uhr: Volksmusikstammtisch im Babenberghof in Graz 

Donnerstag, 9.11 bis Freitag, 10.11.: SYMPOSIUM, Florentinersaal, Palais Meran, LeonhardstraĂźe 15, 8010 Graz 

Programm zum Symposium HIER

Es gibt keine TagungsgebĂĽhr - ebenso ist keine Anmeldung erforderlich.

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