Die Geschichte des Steirischen Volksliedwerkes

Zack bei Aufzeichnung  


Der "Arbeitsausschuß für das Steirische Volkslied" wurde am 7. Juni 1905 ins Leben gerufen. Der Reichsratsabgeordnete Josef Pommer wurde zum Obmann bestellt. Nun kam die große Zeit der Volksliedaufzeichungen.
   
Viktor Zack bei der Volksliedaufzeichnung um 1925    

Bedeutende Sammler in der Steiermark waren: Viktor Zack, Viktor Jabornik, Karl Reiterer, Agnes Stock, Hans Fraungruber, Johann Gollob, Robert Popelak, Raimund Zoder, u. a.. Nach dem Zweiten Weltkrieg führten unter anderen Viktor von Geramb und Hanns Koren den Arbeitsausschuß.

Viktor Zack   Josef Pommer     Viktor von Geramb
Viktor Zack   Josef Pommer Viktor Jabornik   Viktor von Geramb

Den wesentlichen Aufbruch erlebte das 1974 zum "Steirischen Volksliedwerk" umstrukturierte Unternehmen allerdings erst 1981. Hermann Härtel wird als Landesangestellter mit der Geschäftsführung betraut. Das Steirische Volksliedwerk entwickelt eine rege Tätigkeit in allen Bereichen: Die Sammlung wird ebenso forciert wie Dokumentation und Pflege. Zahlreiche österreichweite Initiativen und Anregungen nehmen in Graz ihren Ausgang. Akzeptanz und Aufmerksamkeit der Öffentlichkeit werden u. a. durch Umstrukturierung in einen Mitgliederverein gefördert. Gundl Holaubek und Hubert Lendl unterstützten als Vorsitzende diese Bestrebungen, sowie auch der heutige Vorstand unter dem Vorsitz von DI Gunther Hasewend.

Heutige Aufgaben und Ziele
des Steirischen Volksliedwerkes:

  • Die Zusammenfassung aller Bestrebungen zur Förderung von Sammlung, Erforschung und Verlebendigung von Volksmusik in der Steiermark.
  • Die Führung des Steirischen Volksliedarchives zur Sammlung des gesamten musikalischen Volksgutes in allen Dokumentationsformen und zur Bereitstellung des Sammelgutes in wissenschaftlich geordneten Beständen.
  • Die Führung einer Fachbibliothek.
  • Die Erforschung und Auswertung von gesammelten Beständen.
  • Die Herausgabe von Druckwerken für Wissenschaft und Praxis.
  • Beratung zum Zweck der Erhaltung, Wiederbelebung und Erneuerung des musikalischen Kulturgutes.
  • Die Durchführung von Seminaren und Lehrgängen.
  • Die Pflege internationaler Kontakte.
  • Die Festigung des Steirischen Volksliedwerkes als Schlüsselstelle zwischen Musikinstinkt und Musikausbildung.
  • Die Einbindung von Volkslied, Volksmusik und Volkspoesie in die Kulturdiskussion im Land Steiermark.
Tanz

service@steirisches-volksliedwerk.at